{"id":391,"date":"2020-11-09T20:53:50","date_gmt":"2020-11-09T20:53:50","guid":{"rendered":"https:\/\/utilman.de\/?p=391"},"modified":"2020-11-09T20:53:50","modified_gmt":"2020-11-09T20:53:50","slug":"terror-in-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/utilman.maxcherry.de\/?p=391","title":{"rendered":"Terror in Wien"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Terror in Wien: Die aktuellen Entwicklungen<\/h1>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich wurde zu Allerseelen von einem Terroranschlag in Wien ersch\u00fcttert. Vier Zivilpersonen und ein T\u00e4ter kamen ums Leben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00fcnf Tote und 22 Verletzte<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vier Zivilpersonen wurden get\u00f6tet, ebenso ein T\u00e4ter, bei dem ein Sturmgewehr und viel Munition gefunden wurde. Ein Sprengstoffg\u00fcrtel stellte sich als Attrappe heraus.<\/li><li>Keine konkreten Hinweise auf weitere T\u00e4ter<\/li><li>Der IS bekannte sich zu dem Angriff<\/li><li>Mehrere Hausdurchsuchungen und Festnahmen im Umfeld des T\u00e4ters, zehn M\u00e4nner sind in U-Haft<\/li><li>Beh\u00f6rden waren im Vorfeld <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/terroranschlag-in-wien-54-fragen-von-profil-an-das-innenministerium\/401089893\">\u00fcber Munitionskauf informiert worden<\/a><\/li><li>Attent\u00e4ter hielt im Sommer <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/wie-das-deradikalisierungsprogramm-den-wien-attentaeter-einstufte\/401090010\">Jihadisten-Treffen in Wien ab<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><em><strong>Diese Geschichte wird st\u00e4ndig erweitert und aktualisiert.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">9.11.2020: 18-J\u00e4hriger war trotz Anklage auf freiem Fu\u00df<\/h2>\n\n\n\n<p>Obwohl gegen ihn Anfang Oktober eine Anklage wegen terroristischer Vereinigung (\u00a7278b StGB) eingebracht wurde, hat sich ein wom\u00f6glich in die Anschlagspl\u00e4ne verwickelter 18-J\u00e4hriger zum Zeitpunkt des Attentats auf freiem Fu\u00df befunden. Er wurde erst am Tag danach festgenommen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft Wien &#8222;w\u00e4re auf Basis der vorliegenden Anklage eine U-Haft unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gewesen&#8220;, wie Beh\u00f6rdensprecherin Nina Bussek am Montagnachmittag erl\u00e4uterte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit der APA verwies Bussek auf das jugendliche Alter &#8211; zum Zeitpunkt, als die inkriminierten Tathandlungen einsetzten, war der Bursch 16 Jahre alt &#8211; und die bisherige Unbescholtenheit des nunmehr 18-J\u00e4hrigen. Au\u00dferdem enthalte der Terror-Paragraph \u00a7 278b Abstufungen. Die Delikte, die man dem 18-J\u00e4hrigen in der rechtswirksamen Anklage vorwerfe, seien eher im niederschwelligen Bereich angesiedelt: &#8222;Seine Tathandlungen haben sich im Wesentlichen darauf beschr\u00e4nkt, Propagandamaterial in Chats zu teilen.&#8220; Den sp\u00e4teren Attent\u00e4ter habe er zwar mit Zuspruch best\u00e4rkt, diesem aber keine dar\u00fcber hinausreichende Unterst\u00fctzung geboten. Da es \u00fcberdies keine Hinweise auf gewaltt\u00e4tiges Verhalten gegeben habe, h\u00e4tte es mit dem Wissensstand beim Einbringen der Anklage keine hinreichenden Haftgr\u00fcnde gegeben, sagte Bussek.<\/p>\n\n\n\n<p>Am vergangenen Wochenende wurde \u00fcber den 18-J\u00e4hrigen und neun weitere mutma\u00dfliche Islamisten die U-Haft verh\u00e4ngt, weil sie verd\u00e4chtigt werden, in das Blutbad in der Innenstadt m\u00f6glicherweise verwickelt oder zumindest eingeweiht gewesen zu sein. Ermittelt wird gegen die M\u00e4nner wegen des Verdachts auf Beteiligung am Mord, an einer kriminellen Organisation und terroristischer Vereinigung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/rechtsanwalt-mayer-kreis-der-sympathisanten-noch-viel-groesser-als-der-islamistischen-gefaehrder\/401091567\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4748562\/abd00251.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/rechtsanwalt-mayer-kreis-der-sympathisanten-noch-viel-groesser-als-der-islamistischen-gefaehrder\/401091567\">Terror in Wien<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/rechtsanwalt-mayer-kreis-der-sympathisanten-noch-viel-groesser-als-der-islamistischen-gefaehrder\/401091567\"> Rechtsanwalt Mayer: &#8222;Kreis der Sympathisanten noch viel gr\u00f6\u00dfer als der islamistischen Gef\u00e4hrder&#8220;<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/profil-talk-terror-in-oesterreich\/401090166\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kf-kurier.sf.apa.at\/kurier\/20201106_18_492843_201106_PT_F25_Terror_in_Oesterreich_APA.00007.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\">\u00d6sterreich<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/profil-talk-terror-in-oesterreich\/401090166\"> profil-Talk: Terror in \u00d6sterreich<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">8.11.2020: Attent\u00e4ter hielt im Sommer Jihadisten-Treffen in Wien ab<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Wiener Attent\u00e4ter war offenbar gut im deutschsprachigen Raum vernetzt. Zumindest hatte er Kontakt zu Gleichgesinnten in Deutschland und der Schweiz, die sich alle im Juli in Wien getroffen haben. Die Zusammenkunft fand unmittelbar vor der Fahrt des Terroristen in die Slowakei statt, wo er erfolglos versucht hatte, Munition f\u00fcr sein Sturmgewehr zu kaufen. Das best\u00e4tigte das Innenministerium auf Anfrage der APA. Irritationen gab es indes um zwei Demos am Sonntag in Wien.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jihadisten-Treffen im Juli in Wien stand nach Hinweisen aus Deutschland unter Beobachtung des Bundesamts f\u00fcr Verfassungsschutz und Terrorismusbek\u00e4mpfung (BVT). Bisher war nur vom Besuch von zwei Deutschen die Rede, nun wurde bekannt, dass auch zwei junge Schweizer, die nach dem Anschlag in Wien in der Schweiz festgenommen wurden, dabei waren. Dieses Treffen fand unmittelbar vor der Fahrt des Attent\u00e4ters in die Slowakei statt, wo er Munition f\u00fcr sein Sturmgewehr kaufen wollte. Mehr wollte das Innenministerium dazu vorerst nicht sagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwei weitere M\u00e4nner in U-Haft<\/h2>\n\n\n\n<p>In \u00d6sterreich wurden am Sonntag zwei weitere Verd\u00e4chtige aus dem Umfeld des T\u00e4ters in Untersuchungshaft genommen. Bei ihnen und acht bereits am Freitag in U-Haft \u00fcberstellten Verd\u00e4chtigen steht der Verdacht im Raum, sie k\u00f6nnten in Vorbereitungshandlungen des Attent\u00e4ters verwickelt gewesen sein bzw. davon gewusst haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">St\u00f6raktion mit Schusssalven und Muezzin-Gebetsruf via Lautsprecher<\/h2>\n\n\n\n<p>In der Josefstadt fand eine von der Polizei genehmigte St\u00f6raktion des ehemaligen PEGIDA-Sprechers und rechten Publizisten Georg Immanuel Nagel statt, die f\u00fcr massive Irritationen sorgte. Er beschallte via Lautsprecher von einem Fahrzeug aus die Umgebung mit Schusssalven und einem Muezzin-Gebetsruf. Das Fahrzeug wurde von einem Polizeiwagen begleitet. Nach emp\u00f6rten Reaktionen von allen Seiten entschuldigte sich die Polizei daf\u00fcr, die St\u00f6raktion nicht vorzeitig beendet zu haben. &#8222;F\u00fcr die Vorf\u00e4lle in der Josefstadt und des Umstandes, dass die dort stattfindende Kundgebung nicht unmittelbar unterbunden wurde, wollen wir uns als Polizei Wien bei allen Menschen in Wien entschuldigen, insbesondere bei den Menschen, welche durch diese Versammlung ver\u00e4ngstigt wurden&#8220;, twitterte die Polizei. &#8222;Dies h\u00e4tte so nicht stattfinden d\u00fcrfen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/anschlag-in-wien-die-akte-k-f\/401089992\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4743057\/20201105-ABD0170-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"ANSCHLAG IN WIEN: PASSANTEN GEDENKEN DEN OPFERN AM TATORT IN DER WIENER INNENSTADT\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/anschlag-in-wien-die-akte-k-f\/401089992\">Titelgeschichte<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/anschlag-in-wien-die-akte-k-f\/401089992\"> Anschlag in Wien: Die Akte K. F.<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/wie-das-deradikalisierungsprogramm-den-wien-attentaeter-einstufte\/401090010\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4736484\/20201103-ABD0040-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"ANSCHLAG IN WIEN: POLIZEIBEAMTE\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\">\u00d6sterreich<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/wie-das-deradikalisierungsprogramm-den-wien-attentaeter-einstufte\/401090010\"> Wie der Wien-Attent\u00e4ter im Deradikalisierungs-Programm eingestuft wurde<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7.11.2020: Aktion scharf in Gef\u00e4ngnissen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Justizanstalten haben nach dem Anschlag in Wien eine Aktion scharf in Gef\u00e4ngnissen durchgef\u00fchrt und dabei einige Beschlagnahmungen gemacht. 229 Insassen, die wegen Terrorismusdelikten inhaftiert sind, Radikalisierungstendenzen oder sonstige Auff\u00e4lligkeiten zeigten wurden \u00fcberpr\u00fcft sowie 168 Haftr\u00e4ume, teilte das Justizministerium Samstag fr\u00fch mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ma\u00dfnahmen umfassten Haftraumdurchsuchungen, Personendurchsuchungen und Betriebsraumdurchsuchungen. Die 186 eingesetzten Justizwachebeamten haben insgesamt 168 Haftr\u00e4ume, 30 Betriebe und 229 Insassen durchsucht. Zw\u00f6lf Justizanstalten haben Funde gemeldet, die einer eingehenden Pr\u00fcfung unterzogen werden. Es handle sich dabei gr\u00f6\u00dftenteils um Schriftst\u00fccke, die nun auf allf\u00e4llige extremistische Hintergr\u00fcnde \u00fcberpr\u00fcft werden. \u00dcber die Ergebnisse wurden die zust\u00e4ndigen Landes\u00e4mter f\u00fcr Verfassungsschutz und Terrorismusbek\u00e4mpfung informiert bzw. Anzeige an die Staatsanwaltschaft erstattet, hie\u00df es in der Aussendung des Ministeriums.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/terroranschlag-in-wien-54-fragen-von-profil-an-das-innenministerium\/401089893\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4735953\/20201102-ABD0090-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"WIEN: ANSCHLAG ODER AMOKLAUF IN DER INNENSTADT\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\">\u00d6sterreich<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/terroranschlag-in-wien-54-fragen-von-profil-an-das-innenministerium\/401089893\"> Terroranschlag in Wien: 54 Fragen von profil an das Innenministerium<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">LVT richtet Info-Nummer ein<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Landesamt f\u00fcr Verfassungsschutz und Terrorismusbek\u00e4mpfung Wien hat eine Hotline und eine E-Mailadresse eingerichtet, bei denen Informationen zum Terrorakt in der Wiener Innenstadt angegeben werden k\u00f6nnen. Die Ermittler sind unter 01\/31310\/9974800 sowie unter der E-Mailadresse <a href=\"mailto:Lpd-w-lvt-aex@polizei.gv.at\">Lpd-w-lvt-aex@polizei.gv.at<\/a> rund um die Uhr erreichbar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6.11.2020: Schwester eines der Opfer ver\u00f6ffentlichte Nachruf<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Schwester eines der vier Opfer, die von dem 20-j\u00e4hrigen Terrorattent\u00e4ter in der Wiener Innenstadt brutal aus dem Leben gerissen wurden, hat einen Nachruf auf die Get\u00f6tete verfasst. &#8222;Wenn ihr meine Schwester und ihr Andenken ehren wollt, dann bitte ich euch alle, auch nicht mit Hass und Ausgrenzung zu reagieren, das w\u00fcrde alles, wof\u00fcr sie gestanden ist, gelebt hat und eingetreten ist, mit F\u00fc\u00dfen treten&#8220;, schreibt sie in den vom &#8222;Standard&#8220; ver\u00f6ffentlichten Zeilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Schwester habe noch einmal die Gelegenheit genutzt, &#8222;an einem lauen Herbstabend bei einem Bier nach einem Arbeitstag mit Kollegen zusammenzusitzen&#8220;, schreibt die Hinterbliebene. Dabei sei sie auf einen jungen Mann getroffen, &#8222;der offensichtlich f\u00fcr sich nur noch den Weg als einzig m\u00f6glichen gesehen hat, schwer bewaffnet und um sich schie\u00dfend m\u00f6glichst viele Menschen zu t\u00f6ten, bevor er selbst get\u00f6tet wird&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie, die Verfasserin des Nachrufs, denke nun dar\u00fcber nach, was ihre Schwester wohl gesagt h\u00e4tte, w\u00e4re diese am 2. November nicht dort gewesen. &#8222;Sie h\u00e4tte gesagt, dass Wut, Hass, Ausgrenzung, Nulltoleranz, Gewalt niemals Teil einer L\u00f6sung sein k\u00f6nnen, aber dass sie sehr oft Teil des Problems sind.&#8220; Und: &#8222;H\u00e4tte meine Schwester die Macht gehabt, sich auszusuchen, wie sie in dieser Situation handeln k\u00f6nnte, h\u00e4tte sie sich gew\u00fcnscht, diesem jungen Menschen sicher vor Kugeln gegen\u00fcbertreten zu k\u00f6nnen. Sie h\u00e4tte ihn sicher ziemlich forsch angesprochen und gesagt: &#8218;H\u00f6r sofort auf mit dem Schei\u00df, das ist doch Bl\u00f6dsinn. Leg die Waffen weg und setz dich her zu mir. Erz\u00e4hl mir, was dich so w\u00fctend macht.&#8216; Und ich wei\u00df, sie h\u00e4tte so lange mit ihm geredet, diskutiert und gestritten, bis er gesehen h\u00e4tte, es gibt viele Wege f\u00fcr ihn und nicht nur diesen einen&#8220;, hei\u00dft es in dem Nachruf: &#8222;Aber niemals h\u00e4tte sie gesagt &#8218;Schleich di, Oaschloch'&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Schwester, die in den ersten Stunden nach dem Anschlag in den Medien teils als &#8222;\u00e4ltere Frau&#8220; beschrieben worden war, sei &#8222;eine liebende Lebenspartnerin, Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte, Tante, Cousine &#8211; und sehr, sehr vielen Menschen eine gute Freundin&#8220; gewesen. &#8222;Sie war eine gesch\u00e4tzte Mitarbeiterin und eine beliebte Kollegin. Sie hat sich seit ihrer Kindheit f\u00fcr Schw\u00e4chere eingesetzt, sie war sehr engagiert im Schutz von Frauen vor Gewalt. Sie war eine gro\u00dfe Verfechterin von Toleranz, sie war Betriebsr\u00e4tin, sie war Mediatorin und wollte immer vermitteln.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die 44-J\u00e4hrige war eine langj\u00e4hrige Mitarbeiterin eines Metallsulfit-Herstellers, dessen B\u00fcro in der N\u00e4he des Schwedenplatzes angesiedelt ist. Am Montag wurde sie von dem Attent\u00e4ter erschossen, als sie mit Freunden im Gastgarten eines Lokals im Bermudadreieck sa\u00df. Sie erlag in der Klinik ihren t\u00f6dlichen Verletzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls aus dem Leben gerissen wurde eine 24-j\u00e4hrige Studentin der Angewandten. Sie arbeitete neben ihrem Kunststudium in einem Restaurant am Ruprechtsplatz und war w\u00e4hrend des Anschlags im Dienst. Die deutsche Staatsb\u00fcrgerin wurde vom 20-J\u00e4hrigen angeschossen und starb ebenfalls im Spital.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim dritten Opfer handelt es sich um einen 21 Jahre alten \u00f6sterreichischen Staatsb\u00fcrger, der in Korneuburg lebte. Wie der Attent\u00e4ter auch war er albanischer Moslem mit Wurzeln in Nordmazedonien. Der junge Mann, der beim FC Bisamberg Fu\u00dfball spielte, wollte in der Wiener Innenstadt seinen ersten Job nach Lehre und Bundesheer feiern. Er traf an der Ecke Fleischmarkt und Bauernmarkt auf den Attent\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p>Das vierte Opfer ist der 39-j\u00e4hrige Betreiber eines Chinarestaurants. Der \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrger wurde vor dem Gesch\u00e4ft einer Fastfood-Kette am Schwedenplatz, unweit von seinem eigenen Lokal, erschossen. 1 \/ 13<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_616w\/4743036\/20201105-ABD0165-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_616w\/4743057\/20201105-ABD0170-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_616w\/4743051\/20201105-ABD0168-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_616w\/4743024\/20201105-ABD0163-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA &#8211; Austria Presse Agentur<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5.11.2020: Nach Warnung vor T\u00e4ter: Gef\u00e4hrdungsbewertung war nicht abgeschlossen<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit die slowakischen die \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden im Juli \u00fcber den versuchten Munitionskauf des sp\u00e4teren Attent\u00e4ters von Wien informiert hatten, haben Verfassungssch\u00fctzer eine Gef\u00e4hrdungseinsch\u00e4tzung durchgef\u00fchrt. Diese war zum Zeitpunkt des Anschlags noch nicht abgeschlossen. Denn erst am 16. Oktober erhielten die heimischen Beh\u00f6rden eine R\u00fcckmeldung aus der Slowakei, die aber keine &#8222;abschlie\u00dfende Klarheit&#8220; brachte, ob der K\u00e4ufer der sp\u00e4tere T\u00e4ter ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erl\u00e4uterten der Wiener Polizeipr\u00e4sident Gerhard P\u00fcrstl und der Generaldirektor f\u00fcr die \u00f6ffentliche Sicherheit, Franz Ruf, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 23. Juli \u00fcbermittelte die im slowakischen Innenministerium angesiedelte nationale Kriminalagentur alle zusammenh\u00e4ngenden Informationen \u00fcber den versuchten Munitionskauf des Attent\u00e4ters von Wien \u00fcber die nationale Verbindungsstelle von Europol an den Verfassungsschutz, sowohl an das LVT als auch an das BVT. Demnach haben am 21. Juli 2020 zwei Personen &#8211; &#8222;wahrscheinlich mit arabischem, t\u00fcrkischem oder tschetschenischem Hintergrund&#8220; &#8211; in Waffengesch\u00e4ften in Bratislava &#8222;Munition des Typs 7,62 x 39 mm f\u00fcr das Sturmgewehr AK 47 (Kalaschnikow)&#8220; zu kaufen versucht. Diese Personen verwendeten dabei laut den Unterlagen einen wei\u00dfen Pkw der Marke BMW mit \u00f6sterreichischem Kennzeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beigelegt waren Fotos der \u00dcberwachungskamera eines Waffengesch\u00e4ftes. In weiterer Folge identifizierten die \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden die beiden M\u00e4nner und \u00fcbergaben diese Informationen den Slowaken, die beim Waffenh\u00e4ndler R\u00fccksprache hielten. Einer der M\u00e4nner wurde von diesem als der sp\u00e4tere Wien-Attent\u00e4ter identifiziert, beim zweiten d\u00fcrfte es sich um einen ebenfalls nun festgenommenen Mann mit Zugeh\u00f6rigkeit zur radikal-islamistischen Szene handeln. Dieser wurde vom Waffenh\u00e4ndler allerdings nicht wiedererkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrfach mussten die heimischen Beh\u00f6rden in der Slowakei urgieren, ehe sie am 16. Oktober das Schreiben erhielten, in dem best\u00e4tigt wurde, dass es sich beim gescheiterten Waffenk\u00e4ufer um den sp\u00e4teren Attent\u00e4ter handelt. Doch auch dann h\u00e4tte es noch &#8222;keine abschlie\u00dfende Klarheit&#8220; gegeben, erl\u00e4uterte Ruf. Die Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung war unterdessen am Laufen, erl\u00e4uterte der Generaldirektor.<\/p>\n\n\n\n<p>P\u00fcrstl betonte, dass bei Verdachtsmomenten nicht sofort tiefgreifende Ma\u00dfnahmen gesetzt werden k\u00f6nnen. &#8222;Wir m\u00fcssen als Staatsschutzbeh\u00f6rde einmal eine entsprechende Beurteilung der Gefahrenlage vornehmen&#8220;, daf\u00fcr gebe es standardisierte Programme, die in den Monaten August und September durchlaufen wurden, ebenso sei der Staatsschutz nach Einlangen der Informationen sofort t\u00e4tig geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Erhalt des Schreibens sei jedenfalls die Risikobewertung intensiviert worden. Der Attent\u00e4ter habe au\u00dferdem handels\u00fcbliche Munition kaufen wollen, was kein Strafrechtsdelikt darstellt. Wie die APA am Donnerstag erfuhr, gehen bei den Staatssch\u00fctzern jedes Jahr rund 1000 Informationen mit solch sensiblem Inhalt aus dem Ausland ein, die \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sobald ein Tatverdacht einer gerichtlich strafbaren Handlung besteht, muss die Staatsanwaltschaft verst\u00e4ndigt werden, erl\u00e4uterte Friedrich Forsthuber, Obmann der Fachgruppe Strafrecht der \u00f6sterreichischen Richtervereinigung. Die Staatsanwaltschaft war von den Verfassungssch\u00fctzern nicht \u00fcber den Kaufversuch informiert worden. Die Gef\u00e4hrdungseinsch\u00e4tzung obliege jedenfalls der Polizei anhand der ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen, erl\u00e4uterte Forsthuber.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5.11.2020: Vorerst acht U-Haft-Antr\u00e4ge, einer enthaftet<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Staatsanwaltschaft Wien hat &#8211; vorerst &#8211; U-Haft f\u00fcr acht der 16 nach dem Wiener Attentat Festgenommenen beantragt. Sie seien dringend verd\u00e4chtig, einen Tatbeitrag geleistet oder selbst das Verbrechen der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung bzw. kriminellen Organisation begangen zu haben, teilte Sprecherin Nina Bussek Donnerstagabend mit. Ein Beschuldigter wurde auf freien Fu\u00df gesetzt, da sich der Tatverdacht nicht erh\u00e4rtete.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei f\u00fcnf Beschuldigten ist die Sachverhaltspr\u00fcfung noch nicht abgeschlossen &#8211; und zwei Festgenommene wurden bisher noch gar nicht in die Justizanstalt \u00fcberstellt. \u00dcber die acht U-Haft-Antr\u00e4ge der Staatsanwaltschaft wird morgen, Freitag, das Wiener Straf-Landesgericht entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5.11.2020: Slowakei-Infos bringen Beh\u00f6rden in Erkl\u00e4rungsnot<\/h2>\n\n\n\n<p>Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) hat eingestanden, dass das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz und Terrorismusbek\u00e4mpfung (BVT) von der slowakischen Polizei \u00fcber den versuchten Munitionskauf des 20-j\u00e4hrigen Wiener Terrorattent\u00e4ters informiert wurde. Dann sei aber &#8222;offensichtlich in der Kommunikation etwas schief gegangen&#8220;, so der Minister. Laut einem internen Schreiben der slowakischen Kriminalagentur waren die \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden im Juli informiert worden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4.11.2020: Innenminister Nehammer will unabh\u00e4ngige Untersuchungskommission<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Karl Nehammer (\u00d6VP) <\/strong>hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz eingestanden, dass das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz und Terrorismusbek\u00e4mpfung (BVT) vom slowakischen Geheimdienst \u00fcber den versuchten Munitionskauf des 20-j\u00e4hrigen Wiener Terrorattent\u00e4ters informiert wurde &#8211; aber &#8222;in weiteren Schritten offensichtlich in der Kommunikation etwas schief gegangen ist&#8220;. Der Minister will jetzt eine Unabh\u00e4ngige Untersuchungskommission einrichten, um die Vorg\u00e4nge zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Videoauswertung hat au\u00dferdem best\u00e4tigt, dass es sich um einen T\u00e4ter gehandelt hat.&nbsp;Laut Nehammer konnte dieser das Deradikalisierungsprogramm perfekt t\u00e4uschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4.11.2020: Belgrad habe Wien vor Wahhabismus gewarnt<\/h2>\n\n\n\n<p>Ivica Dacic, Serbiens Parlamentspr\u00e4sident hat am Dienstag betont, dass Belgrad bereits vor Jahren, als er zwischen 2008 und 2012 Innenminister war, die \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden darauf aufmerksam gemacht habe, dass \u00d6sterreich zum Zentrum des Wahhabismus und diverser islamischer Organisationen geworden sei. Er hat in diesem Zusammenhang allerdings namentlich Salzburg genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Vielleicht hat man uns damals nicht gen\u00fcgend geglaubt. Leider hat sich best\u00e4tigt, dass sich alles, worauf wir die USA und Europa im Zusammenhang mit dem islamischen Terrorismus aufmerksam gemacht haben, bewahrheitet&#8220;, wurde Dacic von der staatlichen Presseagentur Tanjug zitiert. Auch, so Dacic, seien die Terroristen nicht aus dem Osten gekommen, sondern es handle sich um Staatsb\u00fcrger der Staaten, in denen es zu den Terrorangriffen gekommen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Attent\u00e4ter in Wien handelt es sich um einen 20-j\u00e4hrigen Mann, der die \u00f6sterreichische und die nordmazedonische Staatsb\u00fcrgerschaft hat. Er wurde in \u00d6sterreich geboren, seine Eltern stammen laut inoffiziellen Polizeiangaben in Skopje aus einem Dorf unweit der nordmazedonischen Stadt Tetovo.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/anschlag-in-wien-ueber-die-identitaet-des-getoeteten-attentaeters\/401086800\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4539587\/rainer.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\">\u00d6sterreich<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/anschlag-in-wien-ueber-die-identitaet-des-getoeteten-attentaeters\/401086800\"> Wie profil mit der Identit\u00e4t des get\u00f6teten Attent\u00e4ters umgeht<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/gesellschaft\/nach-dem-terror-in-wien-warum-trauerarbeit-in-den-sozialen-medien-so-wichtig-ist\/401086554\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4739349\/brodnig_screenshot.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/gesellschaft\/nach-dem-terror-in-wien-warum-trauerarbeit-in-den-sozialen-medien-so-wichtig-ist\/401086554\">Video<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/gesellschaft\/nach-dem-terror-in-wien-warum-trauerarbeit-in-den-sozialen-medien-so-wichtig-ist\/401086554\"> Ingrid Brodnig zum Terror in Wien: Warum Trauerarbeit in den sozialen Medien so wichtig ist<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4.11.2020: Terroranschlag besch\u00e4ftigt weiter das Land<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich steht heute, Mittwoch, weiter ganz im Schatten des Terroranschlags vom Montagabend. Die Regierung trifft sich neuerlich zu einer Online-Sitzung des Ministerrats und auch der Wiener Stadtsenat kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Am Nachmittag tagt der Nationale Sicherheitsrat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Polizei wertet weiter zahlreiche Videos aus, die von Zeugen Montagabend aufgenommen wurden, und wird am Mittwoch eventuell neue Ermittlungserkenntnisse bekannt geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wiener Sch\u00fcler, die am Dienstag von der Schulpflicht befreit waren, sollen wieder in die Schulen gehen. Zumindest die Volkssch\u00fcler und die Unterstufe. Die Oberstufensch\u00fcler, die Coronabedingt auf Distance Learning gehen m\u00fcssen, sollen morgen ihre Sachen aus den Schulen holen. Auch in den Kinderg\u00e4rten soll wieder der Alltag &#8211; sowie das in Coronazeiten \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist &#8211; einkehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesch\u00e4fte in der Innenstadt, die heute zu einem gro\u00dfen Teil geschlossen geblieben waren, sollen ebenfalls wieder \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Innenministerium \u00fcberpr\u00fcft IS-Bekennerschreiben<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Anschlag in Wien mit vier Todesopfern und 22 teils schwer Verletzen f\u00fcr sich reklamiert hat, \u00fcberpr\u00fcft das Innenministerium das Bekennerschreiben. Es k\u00f6nne noch nicht gesagt werden, ob es echt ist oder nicht, hie\u00df es gegen\u00fcber der APA Der IS hatte am Dienstag auf seiner Plattform Nashir News sowie auf dem Messaging-Dienst Telegram erkl\u00e4rt, dass ein &#8222;Soldat des Kalifats&#8220; die Attacke in der Wiener Innenstadt ver\u00fcbt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Radikalisiert in Ottakring<\/h1>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/terrorist-von-wien-radikalisiert-in-ottakring\/401086299\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weitere Details \u00fcber die Moschee des Attent\u00e4ters und zwei Freunde in Haft.<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: StA: 14 Festgenommene noch nicht in U-Haft<\/h2>\n\n\n\n<p>Die 14 Personen aus dem Umfeld des get\u00f6teten Wiener Attent\u00e4ters sind noch nicht in U-Haft. Es gebe noch keine Antr\u00e4ge der Staatsanwaltschaft darauf, denn sie w\u00fcrden immer noch von der Polizei einvernommen &#8211; und seien somit auch noch nicht in die Justizanstalt eingeliefert, erkl\u00e4rte die Sprecherin der StA Wien, Nina Bussek, am Dienstag auf Nachfrage der APA. Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) hatte von Untersuchungshaft f\u00fcr alle 14 berichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Verh\u00e4ngung der U-Haft ist auch noch viel Zeit: Die nach dem Anschlag in der Nacht auf Dienstag Festgenommenen werden zun\u00e4chst von der Polizei einvernommen &#8211; und m\u00fcssen erst binnen 48 Stunden nach der Festnahme in die Justizanstalt eingeliefert werden. Und dann beginnt einen neuerliche 48-Stunden-Frist &#8211; in der zun\u00e4chst der Staatsanwalt entscheiden muss, ob er U-Haft beantragt. Tut er dies, muss binnen dieser 48 Stunden auch der Richter die Entscheidung \u00fcber diesen Antrag treffen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Ingrid Brodnig \u00fcber die Rolle der sozialen Medien beim Terror in Wien<\/h1>\n\n\n\n<p>Wie berichtet man w\u00e4hrend und kurz nach einem Terroranschlag? Welche Videos, Bilder und Informationen sollte man teilen \u2013 und welche nicht? Und was machen gro\u00dfe Plattformen wie Facebook und Twitter gegen Desinformation. https:\/\/profil.podigee.io\/442-neue-episode\/embed<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/terror-in-wien-was-wir-bisher-ueber-attentaeter-f-wissen\/401086029\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4736832\/46-168623321.jpg\" alt=\"\" title=\"At least three people dead in Vienna terror attack\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\">\u00d6sterreich<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/terror-in-wien-was-wir-bisher-ueber-attentaeter-f-wissen\/401086029\"> Terror in Wien: Was wir bisher \u00fcber Attent\u00e4ter F. wissen<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/meinung\/christian-rainer-das-ist-kein-krieg\/401086095\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4539587\/rainer.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/meinung\">Meinung<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/meinung\/christian-rainer-das-ist-kein-krieg\/401086095\"> Christian Rainer: Das ist kein Krieg<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/jens-hoffmann-ueber-terror-in-wien-bilder-erhoehen-nachahmungsgefahr\/401085771\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_landscape_616w_347h\/4736295\/20201103-ABD0019-1-1.jpg\" alt=\"\" title=\"ANSCHLAG IN WIEN \/  BESUCHER VERLASSEN DAS BURGTHEATER\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\">\u00d6sterreich<\/a><a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/jens-hoffmann-ueber-terror-in-wien-bilder-erhoehen-nachahmungsgefahr\/401085771\"> Jens Hoffmann \u00fcber den Terror in Wien: &#8222;Bilder erh\u00f6hen Nachahmungsgefahr&#8220;<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Was wir bisher \u00fcber Attent\u00e4ter F. wissen<\/h2>\n\n\n\n<p>K. F. wurde in \u00d6sterreich geboren und wuchs hier auf. 2018 wollte er sich dem IS anschlie\u00dfen und erweckte auch die Aufmerksamkeit des BVT. 2019 wurde er wegen \u201eterroristischer Vereinigung\u201c verurteilt. <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/terror-in-wien-was-wir-bisher-ueber-attentaeter-f-wissen\/401086029\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Urteil erz\u00e4hlt einen Teil seiner Geschichte.<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: &#8222;H\u00e4tte mir das in \u00d6sterreich nicht vorstellen k\u00f6nnen&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>profil-Innenpolitikredakteurin Christa Z\u00f6chling war beim gestrigen <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/anschlag-in-wien-vier-tote-bei-islamistischem-terroranschlag\/401085006\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Terroranschlag in der Wiener Innenstadt<\/a> vor Ort in einer Bar am Schwedenplatz. Im Gespr\u00e4ch mit Chefredakteur Christian Rainer erz\u00e4hlt sie, wie sie den Anschlag und die Reaktion der Einsatzkr\u00e4fte wahrgenommen hat. <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/anschlag-in-wien-vier-tote-bei-islamistischem-terroranschlag\/401085006\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">profil berichtet laufend \u00fcber die Entwicklung der Ereignisse.<\/a> https:\/\/profil.podigee.io\/441-neue-episode\/embed<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Duo half Verletzten: Internet feiert M\u00e4nner<\/h2>\n\n\n\n<p>Zwei junge M\u00e4nner werden nach den verheerenden Attentaten in der Wiener Innenstadt auf diversen Social-Media-Kan\u00e4len als selbstlose Retter gefeiert. Die beiden t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Kampfsportler sollen einer \u00e4lteren Frau und einem angeschossenen Polizisten geholfen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie einer der beiden in einem Instagram-Video schildert, h\u00e4tten sie noch einen &#8222;letzten Kaffee vor den Ausgangssperren&#8220; trinken wollen, dabei seien sie &#8222;mitten im Gefecht gelandet&#8220;. Zun\u00e4chst h\u00e4tten sie einer \u00e4lteren Dame geholfen, sich in Sicherheit zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach entdeckten sie einen verwundeten Polizisten, der augenscheinlich &#8222;schwer getroffen&#8220; worden war. &#8222;Wir konnten nicht zuschauen&#8220;, sagte der junge Mann in dem Video. Daher habe er ihn gemeinsam mit seinem Begleiter geschultert und zum Krankenwagen gebracht. Selbst h\u00e4tten sie leichte Verletzungen davongetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Schilderung betonte der Mann: &#8222;Wir t\u00fcrkisch-st\u00e4mmige Muslime verabscheuen jegliche Art von Terror, wir stehen zu \u00d6sterreich, wir stehen f\u00fcr Wien. Wir respektieren \u00d6sterreich.&#8220; Egal was passiere, &#8222;wir sind jederzeit zu Hilfe bereit&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Fast alle L\u00e4den in der Innenstadt geschlossen, Kranzniederlegung am Tatort&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Anschlag in Wien steht die Stadt heute still. Im Handel haben 90 Prozent der Gesch\u00e4fte in der Innenstadt zu. &#8222;Die Empfehlung des Innenministers heute in der Fr\u00fch war, die Innenstadt zu meiden und das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr uns und unsere Besch\u00e4ftigten&#8220;, sagte WK\u00d6-Handelsobmann Rainer Trefelik am Dienstag zur APA. Der Branchenvertreter betreibt selbst ein Damenmodengesch\u00e4ft im Zentrum der Stadt. Das heurige Jahr sei ein &#8222;Horrortrip der Extraklasse&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Handel werde die Gesch\u00e4fte so lange zu lassen, wie es die Lage erfordere, sagte Trefelik. Auch mehrere Einkaufszentren in der Stadt haben ihre Pforten geschlossen. Der Handelsverband bittet die Konsumenten um Verst\u00e4ndnis, die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung stehe an oberster Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Bundespr\u00e4sident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz, Innenminister Karl Nehammer sowie der Wiener&nbsp;B\u00fcrgermeister Michael Ludwig und der&nbsp;Chef der Kultusgemeinde Oskar Deutsch&nbsp;haben am fr\u00fchen Nachmittag Kr\u00e4nze am Friedmann-Platz niedergelegt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Attent\u00e4ter war 20 und einschl\u00e4gig vorbestraft<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Attent\u00e4ter, der nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt von der Polizei erschossen worden ist, war 20 Jahre alt, hatte nordmazedonische Wurzeln und war einschl\u00e4gig wegen terroristischer Vereinigung (\u00a7 278b StGB) vorbestraft. Das gab Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) der APA bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Nehammer im Gespr\u00e4ch mit der APA darlegte, haben bereits umfangreiche Gro\u00dfrazzien im Umfeld des T\u00e4ters stattgefunden. Konkret wurden 15 Hausdurchsuchungen vorgenommen und mehrere Personen festgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Attent\u00e4ter besa\u00df neben der \u00f6sterreichischen auch die nordmazedonische Staatsb\u00fcrgerschaft. &#8222;Er war mit einer Sprengstoffg\u00fcrtel-Attrappe und einer automatischen Langwaffe, einer Faustfeuerwaffe und einer Machete ausgestattet, um diesen widerw\u00e4rtigen Anschlag auf unschuldige B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu ver\u00fcben&#8220;, erkl\u00e4rte der Innenminister.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Get\u00f6teter Attent\u00e4ter des Wien-Anschlags war IS-Sympathisant<\/h2>\n\n\n\n<p>Jener Terrorist, der Montagabend in der Wiener Innenstadt erschossen wurde, ist identifiziert. Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) best\u00e4tigte Medienberichte, wonach es sich um einen IS-Sympathisanten gehandelt hat. Weitere Details etwa zur Herkunft und Alter des T\u00e4ters wollte die Polizei Dienstagfr\u00fch nicht verraten. Bekannt wurde indes, dass der Anschlag vier Todesopfer gefordert hat, zwei M\u00e4nner und zwei Frauen. 15 weitere Menschen wurden verletzt, sieben zum Teil schwer.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bei der get\u00f6teten Frau handelt es sich laut ORF um eine Kellnerin. Ob es sich bei dem get\u00f6teten Attent\u00e4ter um einen Einzelt\u00e4ter gehandelt hat oder Komplizen noch auf der Flucht sind, ist noch immer nicht ganz gekl\u00e4rt. Die Beh\u00f6rden gehen nach wie vor davon aus, dass mehrere Attent\u00e4ter an dem Angriff beteiligt waren und hielten ihre Warnungen, zuhause zu bleiben und insbesondere die Innenstadt zu meiden, aufrecht. Die Identit\u00e4t des erschossenen Attent\u00e4ters wurde bei einer Pressekonferenz im Innenministerium Dienstagfr\u00fch aus ermittlungstaktischen Gr\u00fcnden nicht preisgegeben. Sein Umfeld werde durchleuchtet, hie\u00df es.<\/p>\n\n\n\n<p>Der mit einem automatischen Sturmgewehr, einer Pistole und einer Machete bewaffnete Mann trug dem Innenminister zufolge auch eine Attrappe eines Sprengstoffg\u00fcrtels. Der Generaldirektor f\u00fcr die \u00d6ffentliche Sicherheit, Franz Ruf, berichtete, dass noch in der Nacht seine Wohnung mit Sprengstoff ge\u00f6ffnet wurde und eine Hausdurchsuchung durchgef\u00fchrt wurde. Die Frage, ob sich bei einer von Zeugen wahrgenommenen Detonation in der Nacht in Simmering, um diese Wohnungs\u00f6ffnung gehandelt haben k\u00f6nnte, wurde vom Innenminister nicht verneint.<\/p>\n\n\n\n<p>Sieben Polizisten machten demnach am Montagabend im Zuge der Terrorattacke von ihren Dienstwaffen Gebrauch. Laut dem Wiener Landespolizeipr\u00e4sident Gerhard P\u00fcrstl wurde der Angreifer um 20.09 Uhr von Beamten der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) &#8222;neutralisiert&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/image.profil.at\/images\/cfs_616w\/4736232\/agd00011.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a9 Bild: APA<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den Verletzten war auch ein junger Polizist. Der 28-J\u00e4hrige versah gerade seinen Dienst in der Innenstadt, als er dem wahllos auf Passanten schie\u00dfenden T\u00e4ter begegnete und von diesem ebenfalls angeschossen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bundesregierung wird sich aus Anlass des blutigen Anschlags heute via Videokonferenz zu einem Sonderministerrat treffen. Im Anschluss wird sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) mit einer Rede an die Bev\u00f6lkerung wenden. Um 12 Uhr l\u00e4dt Kurz gemeinsam mit Vizekanzler Werner Kogler (Gr\u00fcne) und Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) den Wiener B\u00fcrgermeister Michael Ludwig (SP\u00d6) und die Klubobleute der Parlamentsparteien ins Bundeskanzleramt ein. Dort wird der Generaldirektor f\u00fcr \u00f6ffentliche Sicherheit, Franz Ruf, einen \u00dcberblick \u00fcber die aktuelle Lage geben. Nach dem Gespr\u00e4ch erfolgt eine gemeinsame Kranzniederlegung am Tatort, um der Opfer des Anschlags zu gedenken.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Wiener Schulen im &#8222;Notbetrieb&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt befinden sich die Schulen in ganz Wien am Dienstag im &#8222;Notbetrieb&#8220;, hie\u00df es aus der Bildungsdirektion. Die Schulpflicht wurde in Absprache mit dem Innenministerium f\u00fcr den heutigen Tag aufgehoben, Kinder sollen wenn m\u00f6glich daheim gelassen werden. Ist dies nicht m\u00f6glich, werden sie an den Schulen betreut.<\/p>\n\n\n\n<p>Lehrer sollen dagegen grunds\u00e4tzlich an die Schulen kommen. Ist Ihnen dies nicht m\u00f6glich &#8211; etwa wegen eigener Betreuungspflichten &#8211; sollen sie Kontakt mit ihren Direktionen aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Schulen in der Innenstadt gelte die Aufforderung zum Daheimbleiben noch st\u00e4rker, betonte man in der Wiener Schulbeh\u00f6rde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.11.2020: Internationale Best\u00fcrzung \u00fcber Anschlag in Wien<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Anschlag in Wien am Montagabend haben europaweit Politiker ihr Entsetzen kundgetan. Beide Pr\u00e4sidentschaftskandidaten in den USA, Donald Trump und Joe Biden, dr\u00fcckten ihre Anteilnahme aus. EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zeigte sich &#8222;schockiert und traurig&#8220;. Zuvor verurteilten etwa auch Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und UNO-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres den Terrorangriff in Wien scharf. Auch Deutschlands Kanzlerin Angelika Merkel zeigte sich solidarisch mit Wien und \u00d6sterreich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.11.2020: T\u00e4ter laut Kurz &#8222;sehr professionell vorbereitet&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>Bundeskanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) hat in einem Interview mit der &#8222;ZiB Spezial&#8220; best\u00e4tigt, dass es sich bei der Attacke in der Wiener Innenstadt Montagabend &#8222;definitiv um einen Terroranschlag&#8220; gehandelt habe. Dieser sei &#8222;sehr professionell&#8220; vorbereitet worden. Die T\u00e4ter seien auch sehr gut mit Waffen ausger\u00fcstet gewesen. Innenminister Kal Nehammer (\u00d6VP) sprach vom &#8222;schwersten Tag f\u00fcr \u00d6sterreich seit sehr vielen Jahren&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.11.2020: Mindestens ein T\u00e4ter noch auf der Flucht (Stand 1:30 Uhr)<\/h2>\n\n\n\n<p>Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) hat in einer Pressekonferenz in der Nacht auf Dienstag kundgetan, dass zumindest ein T\u00e4ter des Anschlags in der Wiener Innenstadt noch auf der Flucht ist. An die Wiener appellierte er, zu Hause zu bleiben und die Innenstadt zu meiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder sind am Dienstag f\u00fcr die Schule entschuldigt. Wenn Eltern die Kinder nicht betreuen k\u00f6nnen, k\u00f6nnen sie sie in die Bildungseinrichtung bringen. https:\/\/www.youtube.com\/embed\/e7pUtIVvb-khttps:\/\/apa.liveblog.pro\/apa\/blogs\/5fa064709fe1c7f82617d990\/index.html<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bundeskanzler Kurz spricht von &#8222;widerw\u00e4rtigen Terroranschlag&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>Bundeskanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) hat die Vorkommnisse Montagabend in der Wiener Innenstadt als &#8222;widerw\u00e4rtigen Terroranschlag&#8220; verurteilt. &#8222;Unsere Polizei wird entschlossen gegen die T\u00e4ter dieses widerw\u00e4rtigen Terroranschlags vorgehen. Ich bin froh, dass unsere Polizisten bereits einen T\u00e4ter ausschalten konnten. Wir werden uns durch Terrorismus niemals einsch\u00fcchtern lassen und diese Angriffe mit allen Mitteln entschieden bek\u00e4mpfen&#8220;, sagte Kurz in einer Stellungnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wir erleben gerade schwere Stunden in unserer Republik. Ich m\u00f6chte allen Einsatzkr\u00e4ften danken, die insbesondere heute f\u00fcr unsere Sicherheit ihr Leben riskieren. Das ganze Land ist in Gedanken bei den Opfern, Verletzten und ihren Angeh\u00f6rigen, denen ich mein tiefes Mitgef\u00fchl ausdr\u00fccke&#8220;, so Kurz. Er bedankte sich auch bei der Spitze der Europ\u00e4ischen Union und den internationalen Partnern f\u00fcr ihr Mitgef\u00fchl und die Bekundungen ihrer Solidarit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit sich die Polizei ganz auf die Terrorismusbek\u00e4mpfung konzentrieren kann, habe die Bundesregierung entschieden, dass das Bundesheer den bisher durch die Polizei durchgef\u00fchrten Objektschutz in Wien ab sofort \u00fcbernehmen wird, so Kurz in seiner ersten Stellungnahme.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Verlassen Sie den ersten Bezirk!&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Lage in der Wiener Innenstadt nach dem Terroranschlag war am Montagabend unklar. Die Polizei wies alle Passanten an, den ersten Wiener Gemeindebezirk zu r\u00e4umen. &#8222;Verlassen Sie den ersten Bezirk!&#8220;, riefen schwer bewaffnete Polizisten in Schutzausr\u00fcstung Radfahrern, Spazierg\u00e4ngern und Passanten zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Fahrzeuge wurden angewiesen, umzudrehen. &#8222;Es gibt einen Terroranschlag&#8220;, so die allgemeine Auskunft. Relativ rasch kehrte gespenstische Stille ein, Bundeskanzleramt und Bundespr\u00e4sidentschaftskanzlei waren verweist, keine Polizisten ohne Schutzausr\u00fcstung, keine Menschen auf der Stra\u00dfe. Der Innere Bezirk wurde weitl\u00e4ufig abgesperrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00e4hnliches Bild zeigte sich auch auf der Mariahilfer Stra\u00dfe. Was in einem Lokal nahe der Mariahilfer Kirche passierte, war unklar. Die Polizei sperrte die Stra\u00dfe wieder weitr\u00e4umig ab, Passanten wurden weggeschickt, der Polizeihubschrauber kreiste. &#8222;Verlassen Sie die Stra\u00dfe, suchen Sie Schutz in Geb\u00e4uden!&#8220;, forderte die Polizei via Lautsprecher die Passanten auf. Die Stimmung war angespannt, Menschen schrien einander gegenseitig an, die Stra\u00dfe zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was wir bisher wissen<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei einer Schie\u00dferei in der Wiener Innenstadt in der N\u00e4he des Schwedenplatzes ist Montagabend zumindest ein Passant get\u00f6tet worden. Die Tat ereignete sich in der N\u00e4he der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) und deren Synagoge. Ein T\u00e4ter wurde nach einem Schusswechsel get\u00f6tet, nach weiteren wurde gefahndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) sagte, es habe mehrere Verletzte, auch Tote gegeben. Es handle sich um einen Terrorattacke, die noch in Gang sei. Zum Zeitpunkt des Anschlages d\u00fcrften sich keine Menschen im Stadttempel in der Seitenstettengasse und in den R\u00e4umlichkeiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) befunden haben. Man habe die Gemeindemitglieder dazu aufgefordert, nicht das Haus zu verlassen, hie\u00df es vonseiten der IKG. Auch generell rief die Polizei dazu auf, Wohnungen oder Lokale rund um den Schwedenplatz nicht zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Vom Vorfall in der Wiener Innenstadt Montagabend kursierten mehrere Videos, die bewaffnete M\u00e4nner in der Innenstadtstadt zeigt, die wild um sich schie\u00dfen. Auf einem Video sieht man sogar, wie ein Getroffener &#8211; m\u00f6glicherweise ein Polizist &#8211; auf dem Schwedenplatz zu Boden f\u00e4llt. Ein Mann mit einer Kalaschnikow-\u00e4hnlichen Waffe l\u00e4uft durch eine gepflasterte Gasse und schie\u00dft. Aus einem Fenster schreit ein Augenzeuge &#8222;Arschloch&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut einem Video wurde eine Person vor dem Lokal Meinz auf der Seitenstettengasse von einem T\u00e4ter niedergeschossen. Das Lokal befindet sich gegen\u00fcber der Synagoge. Der T\u00e4ter sei danach die Seitenstettengasse hinuntergelaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wiener Polizei appellierte, es sollten keine Videos und Fotos von den Vorg\u00e4ngen in sozialen Medien ver\u00f6ffentlicht werden. &#8222;Dies gef\u00e4hrdet sowohl Einsatzkr\u00e4fte als auch Zivilbev\u00f6lkerung.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Terroranschlag in Wiener-Innenstadt laut Innenminister noch im Gang<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Keine \u00d6ffis in der Innenstadt<\/h2>\n\n\n\n<p>Wegen des Anschlags ist die Wiener Innenstadt abgeriegelt, auch die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel halten dort nicht. Die U-Bahnlinien U1, U2, U3 und U4 halten an den innerst\u00e4dtischen Stationen nicht an. Die Stra\u00dfenbahnlinien werden umgeleitet oder kurzgef\u00fchrt, teilten die Wiener Linien Montagabend mit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Polizeibeamter schwer verletzt<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie eine Sprecherin des Innenministeriums gegen\u00fcber der APA Montagabend best\u00e4tigte, ist bei einer Schie\u00dferei in der Wiener Innenstadt in der N\u00e4he des Schwedenplatzes ein Polizeibeamter schwer verletzt worden. Er sei mit einer Langwaffe angeschossen worden, hie\u00df es. Ein T\u00e4ter wurde festgenommen. Ob die nahe gelegene Synagoge Ziel des Angriffs war, lasse sich noch nicht best\u00e4tigen, so die Sprecherin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Es hat sich nach Krachern angeh\u00f6rt&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>&#8222;Es hat sich nach Krachern angeh\u00f6rt&#8220;, schilderte ein Augenzeuge, der anonym bleiben wollte, in einer Sonderausgabe der ORF-Sendung &#8222;Zeit im Bild&#8220;. &#8222;Dann hat man gemerkt, das sind Sch\u00fcsse. Dann sah man eine Person die Seitenstetten herunterlaufen, (der hat) mit einer automatischen Waffe wild geschossen. Der ist dann abgebogen, hinunter, beim (Lokal) &#8218;Roter Engel&#8216; von dort in Richtung Schwedenplatz. Er hat dort wild weitergeschossen. Dann kam die Polizei und hat geschossen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf oe24-TV berichteten Augenzeugen von &#8222;mindestens 50 Sch\u00fcssen&#8220;. Es waren Bilder von mindestens einem Verletzten zu sehen, der vor einem Lokal blutend am Boden lag und versorgt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Terror in Wien: Die aktuellen Entwicklungen \u00d6sterreich wurde zu Allerseelen von einem Terroranschlag in Wien ersch\u00fcttert. Vier Zivilpersonen und ein T\u00e4ter kamen ums Leben. F\u00fcnf Tote und 22 Verletzte Vier Zivilpersonen wurden get\u00f6tet, ebenso ein T\u00e4ter, bei dem ein Sturmgewehr und viel Munition gefunden wurde. Ein Sprengstoffg\u00fcrtel stellte sich als Attrappe heraus. 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